LADE

Suche eingeben

Dental-Wissen

Die Zahnlücke – Schließen oder stehen lassen?

Teilen
zahnlücke schließen

Die Ursachen für die Entstehung von Zahnlücken sind vielfältig. Weshalb auch die Methoden in der Behandlung variieren oder manchmal die Lücke als dekoratives Merkmal gesehen wird. Oft drohen allerdings durch die Aussparungen im Gebiss gesundheitliche Probleme. Wann besteht Handlungsbedarf, wie geht man vor, welche Methode eignet sich für welchen Fall und mit welchen Kosten muss man rechnen?

Definition Zahnlücke

Natürlich gibt es Zwischenräume in unseren Zahnleisten und sie sind wichtig. Stehen Zähne zu nah beieinander, können sie an den Engstellen nicht ausreichend gereinigt werden und Karies kann entstehen. Sind die Zwischenräume aber so groß, dass fast ein weiterer Zahn darin Platz findet, spricht man von einer Lücke. Das kann optisch stören oder gesundheitliche Probleme verursachen.

Lücken wie bei Schauspieler Samuel L. Jackson gehören natürlich in die dritte Kategorie markanter Blickfänger und bilden die Ausnahmen. In einigen Kulturen gilt dieser Zahnabstand zwischen den oberen Schneidezähnen als Schönheitsmerkmal und wird sogar bewusst künstlich herbeigeführt. In Deutschland allerdings halten laut einer Studie eines Marktforschungsinstituts 76% der Bevölkerung diese besondere Zahnlücke für nicht attraktiv. In jedem Fall sollte ein Zahnarzt ein Auge darauf haben, ob die Zahngesundheit nicht unter der Lücke leidet.

Mut zur Lücke bei Erwachsenen?

Kinder haben ab dem sechsten Lebensjahr naturgemäß im Mund diverse Zahnlücken, da der Wechsel des Milchzahngebisses zum bleibenden ansteht. Wächst außerdem der Kiefer schneller, als die Milchzähne den nachfolgenden Platz freigeben, erscheinen diese Zähne zu klein und die Zahnzwischenräume werden ebenfalls vorübergehend zu Zahnlücken. Diese Art der Aussparungen werden selbstverständlich nicht behandelt.

Gar nicht so selten entsteht auch eine Lücke durch Zahnverlust. Dabei sind meist nicht Kariesbakterien die  Schuldigen, sondern durch den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder verursachte Stürze, die den Verlust eines oder mehrerer Schneidezähne zur Folge haben können. Meist lässt man auch diese Lücken stehen, bis der neue bleibende Zahn nachrückt. Nur manchmal wird eine lockere Prothese eingesetzt, damit der Zwischenraum für den nachrückenden Zahn sich nicht zuzieht.

Bei Erwachsenen ergibt sich eine völlig andere Situation. Dann besteht natürlich nicht die Chance, dass sich eine vorhandene Zahnlücke von selbst schließt. Bestenfalls rücken hintere Nachbarzähne ein Stück in den Freiraum hinein, meist kippen sie jedoch zur Seite und ein gewisser Abstand bleibt bestehen. Abwarten wie bei Kindern ist folglich für Erwachsene keine Option. Um zukünftige Probleme zu vermeiden, sollte ein Zahnarzt oder Kieferorthopäde in Aktion treten. Um dauerhaft einen korrekten Biss herbeizuführen, bietet sich die Zahnspange an. Da die meisten im Erwachsenenalter aber mitten im Berufsleben stehen, ist ein normales Sprechvermögen wichtig. Auch möchten viele nicht mehr für alle sichtbar eine Zahnkorrektur durchführen, weshalb der Trend zur Schiene tendiert, die als durchsichtiger Einsatz kaum bemerkt wird und die Sprache nicht behindert.

Zahnschienen haben zudem den Vorteil, dass monatliche Besuche beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden unnötig sind. Ein großer Vorteil bei vollem Terminkalender. Bei einem Beratungstermin in einer PlusDental-Praxis wird ein kostenfreier 3D-Scan gemacht, auf dessen Grundlage die Experten im Berliner Dental-Labor anschließend den individuellen Behandlungsplan erstellen. Die maßgeschneiderten Zahnschienen kommen wenig später per Post direkt zu Ihnen nach Hause.


Wie entstehen Zahnlücken?

Die Gründe für Zahnlücken bei Erwachsenen sind vielfältig. Eine entscheidende Komponente ist dabei die

  • genetische Veranlagung.

Die Art der Zähne oder ihre Stellung begünstigen manchmal die Entstehung von Lücken.

Klassiker sind aber natürlich der Zahnverlust durch

  • Karies
  • Parodontose

und nicht zuletzt verlieren auch Erwachsene ab und zu einen Zahn durch unglückliche

  • Stürze beim Sport oder andere körperlichen Tätigkeiten.

 

Wobei die Verteilung der Zahnlücken im Bundesgebiet sehr unterschiedlich ausfällt. In einigen Bundesländern sind weit mehr Menschen davon betroffen als in anderen, wie der Bericht zu Zahnzusatzversicherungen eines Vergleichsportals zeigt.

 

Welche Arten von Zahnlücken gibt es?

Oft sind die Gene entscheidend: Zähne können schlicht zu klein für den Kiefer ausfallen und so großzügig verteilt im Mund sitzen, dass die Zahnzwischenräume zu Lücken mutieren. Manchmal fehlt die Anlage für einige Zähne.

Eine weitere genetische Variante ist das Diastema – die markante Lücke zwischen den Schneidezähnen. Meist tritt sie oben auf, selten zwischen den unteren Zähnen. Der Ausdruck Diastema stammt aus dem Griechischen (auf Griechisch Diastima) und bedeutet schlicht Zwischenraum. Dabei unterscheidet man zwischen drei Arten des Diastemas:

  • Sitzt das Lippenbändchen so tief, dass es zwischen den Schneidezähnen endet, können diese nicht zusammen rücken und die Lücke entsteht: das sogenannte echte Diastema.
  • Beim unechten Diastema sind entweder die seitlichen Schneidezähne verkümmert, und damit so klein, dass sie ihren Platz nicht ausreichend ausfüllen. Ein Zwischenraum entsteht, indem die Schneidezähne seitlich leicht hinein rücken. Oder es besteht für einen oder zwei der Zähne keine Anlage – sie fehlen vollständig. Dementsprechend bildet sich ebenfalls eine große Lücke zwischen den vorderen Schneidezähnen.
  • Als mediales Diastema bezeichnet man auch das echte Diastema. Hierbei ist der Zahnbogen so groß, dass die Zähne ihn nicht vollständig ausfüllen können. Oder die vorderen Schneidezähne sind verkümmert, sodass sie ihren für sie vorgesehenen Raum nicht ausfüllen.

Die nicht genetische Komponente setzt sich zusammen aus Zahnverlust durch Karies, Parodontose oder physischen Zwischenfällen.

 

Welche Folgen können Zahnlücken haben?

Beißt man die Zähne aufeinander, sollten sich die oberen und unteren Zähne berühren. Sie geben einander Halt, wie beispielsweise beim Kauen. Besteht im Gebiss eine Lücke, findet der gegenüberliegende Zahn keinen Gegenpol. Die jeweiligen Gegenzähne können zudem der Zahnlücke sozusagen entgegen wachsen, weil sie bestrebt sind, wieder in Zahnkontakt zu treten. Dadurch entsteht der sogenannte verlängerte Zahn. Nachbarzähne der Lücke kippen zusätzlich in den Freiraum hinein. Der Zusammenbiss wird also empfindlich gestört, denn gekippte und verlängerte Zähne provozieren Fehlkontakte, beziehungsweise Frühkontakte zwischen den Zähnen des Ober- und Unterkiefers.

Mögliche Folgeerscheinungen sind Kiefergelenksprobleme, die wiederum auch Verspannungen, Muskelschmerzen, Trigeminusneuralgien (Gesichtsschmerzen), einseitige Kopfschmerzen und sogar Tinnitus zur Folge haben können. Denn diese Störkontakte können vor allem im Schlaf Zähnepressen und Zähneknirschen verursachen, in dem unterbewussten Versuch, einen harmonischen Biss zu finden. Das passiert unter starker Muskelanspannung der Kau-, Gesichts- und Kopfmuskulatur, was wiederum zur Kompression der Kiefergelenke und ihrer Verlagerung aus der physiologischen Position führt. Diese Auswirkungen können auch zu weiteren Beschwerdesymptomen in anderen Bereichen des Körpers führen.

Ein nicht unerhebliches Problem ist zudem die Sprache bei vorhandenen Zahnlücken. Beim Sprechen nutzen wir den gesamten Mundraum, inklusive Zunge und Zähne. Klafft eine Lücke, beginnen viele Menschen zu lispeln und haben Schwierigkeiten mit der Aussprache einiger Buchstabenkombinationen.

 

Zu den Folgeerscheinungen einfacher Zahnlücken gehören:

  • Der verlängerte Zahn
  • Verspannungen
  • Muskelschmerzen
  • Trigeminusneuralgien
  • Einseitige Kopfschmerzen
  • Tinnitus
  • Die Verlagerung der Kiefergelenke aus der physiologischen Position
  • Sprachprobleme
  • Beschwerdesymptome im ganzen Körper

 

Welche Behandlungsmethoden gibt es bei Zahnlücken?

Je nachdem, welche Art von Zahnlücke es zu füllen gilt, stehen unterschiedliche Maßnahmen zur Verfügung, wie beispielsweise:

  • Prothesen
  • Implantate
  • Veneers (Verblendschalen)
  • Brücken
  • Zahnspangen
  • Zahnschienen

Prothesen und Implantate dienen als Zahnersatz und füllen auch weite Zahnlücken zuverlässig aus. Dafür ist ein chirurgischer Eingriff nötig, damit in den Kieferknochen die Schrauben eingelassen werden können, um nach einigen Wochen die Implantate oder kompletten Prothesen anzubringen. Die Behandlung ist damit recht aufwändig.

Auch die Brücke füllt Lücken, wird dabei aber an den Nachbarzähnen – den sogenannten Pfeilerzähnen – befestigt. Sie sitzt also nicht genauso sicher, wie Prothesen oder Implantate und verhindert nicht die Verjüngung des Kieferknochens an besagter Stelle. Denn ohne Zahnwurzeln schließt sich das Zahnfach des Knochens und der Kiefer wird an diesem Punkt schmaler, was optische Folgen hat.

Verblendschalen vergrößern verkümmerte Zähne und können damit kleine Zahnlücken schließen, müssen aber ebenfalls immer wieder erneuert werden.

Zahnspangen und Zahnschienen verändern die Position vorhandener Zähne, um Lücken dauerhaft zu schließen und insgesamt zu einem ordentlich Biss zu verhelfen. Nachbehandlungen oder Erneuerungen sind damit nicht notwendig. Die Zahnspange gehört dabei zu den kostenintensivsten Maßnahmen, ist in der Zeit der Behandlung eine optische Einschränkung und verursacht häufig Probleme mit der Sprache. Die Zahnschiene ist eine günstigere und schonendere Alternative, da sie visuell unauffällig und beim Sprechen und Schlucken unproblematisch ist.

 

Was kostet das?

Die Kosten der Behandlungsmethoden für die Schließung einer Zahnlücke beginnen bei 1.500 Euro und können in den zweistelligen tausender Bereich reichen.

Die Zahnspange gehört dabei in die kostenintensivste Kategorie.

Bei Implantaten, Brücken und Prothesen entstehen meist durch später notwendige Neuerungen weitere Kosten.

Die Zahnschiene gehört dabei zu den günstigen und dauerhaften Alternativen. Da Nachbehandlungen nicht notwendig sind, entstehen nach Schließung der Lücke keine Neukosten. Eine einfache Behandlung kann so bei PlusDental mit 1.690 Euro abgeschlossen werden, eine komplexe Bissumstellung mit 2.690 Euro. Dabei werden die Zähne langsam und schonend mit durchsichtigen Schienen verschoben. Metalldrähte und Sprechprobleme bleiben aus.

 

Und so funktioniert’s 

Beispiel Diastema: Die Zahnlücke zwischen den Schneidezähnen kann gut mit Zahnschienen korrigiert werden. Katharina L. ist 36 Jahre alt und Trägerin des Gens für ein tief sitzendes Lippenbändchen. Das sogenannte echte Diastema konnte in diesem Fall innerhalb von nur 18 Wochen behoben werden. Insgesamt waren dafür neun Zahnschienen notwendig. Ihren Behandlungsplan erstellte das PlusDental-Team aufgrund des Intraoral-Scans, den Katharina L. in einer PlusDental-Praxis in der Nähe Ihres Wohnortes machen ließ.

Katharina L.: „Ich bin froh, mich für PlusDental entschieden zu haben. Jetzt kann ich frei lächeln. Danke!“


Tags

Könnte Sie auch interessieren